Ein Feuerwerk an Lebensfreude
- Beat Henzirohs

- 16. Aug.
- 1 Min. Lesezeit
Traurige Kinderbiografien, schlechte Schulnoten, kaum Perspektiven, an allem fehlt es. Herrscht deswegen Depression und Resignation?
Fehlanzeige. Im Casa Angelo ist das genaue Gegenteil der Fall. Unsere vier Tage in Mangetti Dune, 19. - 22.7.2026, waren die Energie-Ladestation schlechthin. Die quirligen Busch-Kinder sprühen vor Lebenslust, Kraft, Saft und Flausen im Kopf. Zimperlichkeit geht gar nicht. Die Gruppe geht über alles, keiner wird ausgeschlossen. Spiel, Spass und Bewegung first! Bei unserer Ankunft war kein Feuerholz mehr da. Kein Feuerholz, kein Brot, kein gebratenes Fleisch, kein abendliches Wärmen am Feuer. Abends und nachts wird’s im Juli unter 10 Grad Celsius. Also zogen wir los in den Busch. Das Holz war schnell beisammen, jeder will mitkommen und mitanpacken.


Olga führt seit 1 Jahr als Hausmatrone vor Ort das Zepter. Melitta und ich nutzten die Gelegenheit für Steuerungs-Treffen mit ihr und dem gesamten Personal (Betreuerinnen, Reinigung, Küche). Die 23 Kinder sind erfreulich munter - ein Problem sind aber die Schulleistungen. Darum müssen jetzt neu alle Grösseren abends das betreute einstündige Hausaufgabenangebot der Schule nutzen. Ausserdem muss sich das Personal weiter daran gewöhnen, dass Olga die erste Verantwortliche vor Ort ist und die konkrete Arbeitsrichtung vorgibt.

Und abends sassen wir im Casa Angelo mit ums Feuer, während die Kinder hemmungslos, fröhlich sangen und tanzten. So endeten unsere Tage in einem Feuerwerk an kindlicher Lebensfreude, die es - wer weiss - so vielleicht nur noch im Casa Angelo, tief im Busch, gibt.
Beat Henzirohs




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